Hebammenhilfe - Was steht Ihnen zu?

Schwangerenvorsorge, Geburtsvorbereitungskurse, Wochenbettbegleitung, Stillberatung etc.

Die Hebamme ist die Fachperson rund um die normale Schwangerschaft, Geburt und für die Zeit danach. Leider gibt es immer wieder Verwirrungen darüber, welche Hebammenleistungen grundsätzlich möglich sind und von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen werden. Sind Sie privat versichert, sollten Sie sich mit Ihrer Krankenkasse in Verbindung setzen, um zu klären, ob die gleichen Leistungen wie bei gesetzlich Versicherten übernommen werden, da es hier keine einheitliche Regelung gibt.

Die Hebammenabrechnung erfolgt im Wesentlichen nach der
Kassen-Vergütungsvereinbarung nach §134a SGB V und den privaten Gebührenordnungen der Bundesländer.

Die von der gesetzlichen Krankenversicherung gedeckten Leistungen welche Hebammen anbieten können, sind u.a. Schwangerenvorsorge, Hilfe bei Schwangerschaftsbeschwerden und Vorwehen, Geburtsvorbereitungskurse, Geburtsbegleitung, Wochenbettbegleitung, Rückbildungskurse und Stillberatung.

Zusätzlich steht es Hebammen nach Vereinbarung frei, nicht abgedeckte Leistungen als Wahlleistungen (= Leistung gegen Selbstzahlung) anzubieten. Bitte lesen Sie für ausführliche Informationen zu den üblichen Hebammenleistungen folgenden Beitrag vom Deutschen Hebammen Verband e.V. (DHV) „Hebammenhilfe“. Lesenswert für Schwangere ist auch das „DHV-Infoblatt zur gemeinsamen Schwangerenvorsorge von Hebamme und Ärztin (7/2016)“. Eine konstruktive Zusammenarbeit der beiden Berufsgruppen sollte zum Wohl der Schwangeren dringend von beiden Seiten angestrebt werden!

Schwangere, Ärztinnen und Hebammen werden immer wieder mit Behauptungen konfrontiert, eine z. B. abwechselnde Schwangerenvorsorge durch Gynäkologinnen und Hebammen sei nicht möglich. Dem sei an dieser Stelle (nur) folgender Auszug aus dem SGB V entgegnet:

Sozialgesetzbuch (SGB) Fünftes Buch (V) – Gesetzliche Krankenversicherung – (Artikel 1 des Gesetzes v. 20. Dezember 1988, BGBl. I S. 2477) § 24d Ärztliche Betreuung und Hebammenhilfe:

„Die Versicherte hat während der Schwangerschaft, bei und nach der Entbindung Anspruch auf ärztliche Betreuung sowie auf Hebammenhilfe einschließlich der Untersuchungen zur Feststellung der Schwangerschaft und zur Schwangerenvorsorge; ein Anspruch auf Hebammenhilfe im Hinblick auf die Wochenbettbetreuung besteht bis zum Ablauf von zwölf Wochen nach der Geburt, weitergehende Leistungen bedürfen der ärztlichen Anordnung. […]“

Bitte lassen Sie sich z.B. von Ihrer Hebamme persönlich über die möglichen Hebammenleistungen und auch die Kontingente (etwa für die Anzahl der Wochenbettbesuche und Stillberatungen) informieren. Aufgrund des Hebammenmangels in Deutschland ist es empfehlenswert, sich möglichst früh in der Schwangerschaft um eine Hebamme in Frankfurt zu bemühen. Außerdem halte ich ein möglichst frühes Kennenlernen schon vor der Geburt für erstrebenswert, da auf diesem Wege eine auch für das Wochenbett und die Stillzeit wichtige offene Atmosphäre und das nötige Vertrauensverhältnis wachsen können. Weitere Details bzgl. verschiedener Leistungen finden Sie auch in meiner FAQ rund um Hebammenleistungen.